Wege, virtuelle Schulungen interaktiver zu gestalten

 

Virtuelles Training

Eine Schulung wird vor allem durch Interaktion einprägsamer. Im Falle von digitalen Schulungen per Webinar, E-Learning oder einer anderen virtuellen Methode wird es jedoch schwierig, interaktive Übungen einzubauen und persönlich zu gestalten.

Wir haben folgende Tipps zusammengestellt, die Ihnen helfen können, mehr Interaktion zu schaffen:

Splitten Sie Ihr Training auf

Halten Sie die Lerngruppen klein: Soll eine Schulung darauf abzielen, Verhaltensweisen nachhaltig zu ändern und nicht nur rein Wissen zu vermitteln, ist eine Gruppengröße von 6 Personen ideal. Sobald mehr Teilnehmer in der Session sind, steigt die Gefahr, dass sich nicht alle angesprochen und einbezogen fühlen, geistig abeschweifen und sich eventuell sogar anderen Dingen an ihrem Rechner widmen. Daher: je kleiner der Kreis, desto besser in diesem Fall!

Sofern möglich sollte auch der Zeitrahmen überschaubar gehalten werden: Kürzere Einheiten von 2 bis 3 Stunden bleiben eher in Erinnerung als ganztägige Marathon-Sessions. Zudem lässt sich ein eintägiges Präsenzseminar nicht 1:1 in eine virtuelle Schulung übertragen. Den Inhalten auf digitalem Wege zu folgen ist sehr viel anstrengender als bei einer Face2Face-Schulung – sowohl für die Teilnehmer als auch für den Seminarleiter bzw. Trainer.

Stellen Sie Fragen

Schon vor der ersten Session können Sie Ihre Teilnehmer miteinbeziehen, indem Sie fragen, was diese besonders interessiert und wo sie die größten Hürden bei bestimmten Seminarthemen sehen. Diese Fragen können Sie anschließend in die Gestaltung und Struktur Ihrer Schulung miteinfließen lassen. So stellen Sie sicher, dass sich Ihr Publikum “abgeholt” fühlt. Zudem bringt es die Lernenden dazu, vorab über ihre eigenen Ziele für den Kurs nachzudenken und Lernziele werden klar definiert.
In Online-Seminaren lassen sich zudem Abstimmungs-Tools recht gut einbeziehen. Sie stellen Ihren Zuhörern Fragen, und die Zuhörer können Ihnen unmittelbar ihre Antworten senden. Dies kann dazu beitragen, Diskussionen und Austausch anzuregen oder einfach dazu, dass sich Ihre Lernenden besser kennen lernen.

Schaffen Sie Abwechslung

Gerade bei einem Online-Seminar ist es wichtig, einen bestimmten Rahmen in der Zusammenarbeit zu setzen: Erklären Sie also zu Beginn, wie die Schulung ablaufen wird und stellen Sie klare Regeln auf. Um den Zusammenhalt in der Gruppe zu stärken ist eine Vorstellungsrunde ratsam.

Wechseln Sie immer mal wieder die Methode, um den Ablauf aufzubrechen und abwechselnd zu gestalten: So kann sich ein Vortrag mit Folien abwechseln mit Brainstorming, Fragerunden, Gruppenarbeit oder Mindmapping. Webinar-Tools lassen verschiedene Formen der Gruppenaufteilung zu.

Um sicherzustellen, dass Sie als Trainer während der Schulung auch wirklich ausreichend Zeit und Konzentration für Ihre Gruppe aufbringen können, ist es hilfreich, vorab einen technischen Ansprechpartner zu benennen, der auch den Teilnehmern bei Fragen zur Verfügung steht. Zudem kann während der Schulung ggf. ein Co-Moderator unterstützen und beispielsweise die Beantwortung eingereichter Fragen sicherstellen.

Bitten Sie um Feedback

Ob während oder zum Abschluss der Schulung: Fordern Sie die Teilnehmer auf, ihre Kommentare oder Fragen in den Chat einzutragen. Auf diese Weise fühlen sich Ihre Lernenden “gesehen” und können sich zu Themen miteinander austauschen. Daher sollte der Chat für alle Lernenden sichtbar sein.

Überraschen Sie Ihre Teilnehmer: Senden Sie vorab Materialien

Um die Teilnehmer vorab auf die Schulung, die Inhalte und die Lernziele einzustimmen kann es gewinnbringend sein, vorab Begleit-Materialien wie z.B. ein Workbook, einen Kugelschreiber und eine kleine Aufmerksamkeit zu jedem Teilneher zu senden. So ist Ihnen die Aufmerksamkeit aller sicher.

Natürlich sind manche Dinge leichter gesagt als getan. Das Wichtigste ist aber wohl, ein klares Konzept aufzustellen, um alle Teilnehmer mit ins Boot zu holen.