Tipps zur Rückkehr in den neuen Seminaralltag

Nach einer längeren, für uns alle wohl unerwarteten Pause geht es nun langsam wieder los: Seminare, Trainingssessions, Workshops und Managementmeetings können seit Kurzem wieder face to face stattfinden – mit persönlicher Nähe, aber nach wie vor mit Abstand.

Zahlreiche Meetings und Veranstaltungen wurden in der Zwischenzeit über digitale Kanäle umgesetzt und haben sich in dieser Form größtenteils bewährt.  Auch wenn vieles in unserem (beruflichen und privaten) Alltag in den vergangenen Monaten nur eingeschränkt möglich war, so haben viele Vorgänge, die zuvor rein analog realisiert wurden, von einem erheblichen Digitalisierungsschub profitieren können.

Digitale Veranstaltungen stoßen nun auch auf immer mehr Akzeptanz bei den Teilnehmern. Trotz vieler Vorteile lässt sich eines feststellen: Ein wesentlicher Faktor bleibt bei digitalen Formaten auf der Strecke – und zwar der persönliche Austausch und Kontakt mit anderen Teilnehmern und den Seminarleitern.

Sicherlich ist das Ausmaß der Auswirkungen abhängig vom Seminarthema, jedoch ist insbesondere bei Themen wie Persönlichkeitsentwicklung, Führungskräfte-Training, Soft Skills und allen Themen, die in irgendeiner Weise mit persönlicher Interaktion zu tun haben, persönliche Nähe unabdingbar.

Nichts ersetzt das persönliche Miteinander

Der persönliche Austausch untereinander wird vom Großteil der Teilnehmer stets als extrem gewinnbringend und mit als wichtigster Teil von Präsenzseminaren wahrgenommen.

Daher ist es auch nicht überraschend, dass wir derzeit von einigen Unternehmen und ihren Planungen hören, bald wieder in firmeneigene oder externe Schulungsräume zurückkehren, um mit den Lernenden face-to-face interagieren zu können.

Doch dies kann derzeit nur unter bestimmten Vorkehrungen und Anpassungen erfolgen – es muss sichergestellt werden, dass sich alle Beteiligten sicher und wohl fühlen.  Nur so kann sichergestellt werden, dass das Seminarangebot bei potentiellen Teilnehmern auf Akzeptanz stößt und gut angenommen wird.

Hier haben wir ein paar Tipps zusammengestellt, die bei der Rückkehr in die Schulungsräume helfen können:

1. Organisation

Die organisatorischen und logistischen Fragen zählen in diesen Tagen zu den größten Herausforderungen. Gerade jetzt, wo sich vieles langsam wieder normalisiert, muss für alle Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner eine sichere Arbeitsumgebung garantiert werden. Im Seminarraum müssen daher neue gesetzliche Vorgaben und Sicherheitsmaßnahmen implementiert werden.

  • Ausstattung des Raums

Um das Einhalten der Abstandsregeln zu erleichtern, kommt beispielsweise die Zuweisung von Sitzplätzen, die Reduzierung der Teilnehmerzahl oder die Einrichtung physischer Barrieren in Frage.

  • Hygiene und Zubehör

Mund-Nasen-Schutzmasken und Handdesinfektionsmittel sollten standardmäßig bereitgestellt werden und die Reinigungsmaßnahmen (wie z.B. an Griffen, Klinken, Oberflächen, Lüften der Seminarräume) verstärkt werden.

  • Längere Pausen

Aufgrund der veränderten Organisation und erhöhter Hygienemaßnahmen könnte es sein, dass die Teilnehmer in den Pausen mehr Zeit benötigen. So kann es z.B. sein, dass in bestimmten Räumen wie Pausenräumen, Toiletten oder Küchen nur eine reduzierte Anzahl von Personen erlaubt ist. Daher muss eventuell mehr Zeit für Pausen eingeplant werden, um sicherzustellen, dass die Teilnehmer die Zeit auch nutzen können.

  • Einbeziehung von Remote-Teilnehmern

Wahrscheinlich wird sich der ein oder andere Teilnehmer noch dafür entscheiden, sich remote zur Veranstaltung zuzuschalten. Zum Einen sollte daher die technische Einbindung dieser Teilnehmer funktionieren, aber auch geklärt sein, wie Sie diese in die Seminar-Aktivitäten einbinden können.

2. Gruppen-Aktivitäten

  • Hinweise

Wenn Sie Ihre Logistik und die Abläufe umgestellt haben, gibt es wahrscheinlich eine Reihe von Änderungen, über die Sie Ihre Teilnehmer informieren möchten. Nehmen Sie sich also die Zeit, die Lernenden mit dem Raum und den neuen Gegebenheiten vertraut zu machen.

  • Aktivitäten der Gruppe

Eine bewährte Methode zur Einbindung der Teilnehmer besteht darin, Gruppenaktivitäten durchzuführen. Da sich die Teilnehmer unter den aktuellen Umständen jedoch nicht zu nahe kommen sollten, sollten Gruppenarbeiten so gestaltet sein, dass sich die Lernenden noch miteinander beschäftigen können,  ohne sich dabei jedoch gegenseitig zu gefährden.

3. Mentale Faktoren

COVID-19 ist zwar allgegenwärtig, aber jeder von uns erlebt diese Zeit anders. Einige Ihrer Teilnehmer haben möglicherweise Infektionen im Familien- oder Freundeskreis erlebt. Andere sind möglicherweise wirtschaftlich betroffen. Bei jedem Teilnehmer wird also eine eigene Einstellung zur Pandemie spürbar sein. Trainer und Moderatoren sollten den Teilnehmerkreis genauer beobachten und darauf achten, dass sich niemand an den Rand gedrängt fühlt.

 

Nach Monaten der sozialen Distanzierung wird sich ein Training von Angesicht zu Angesicht fast wie eine Art Mega-Event anfühlen. Es gibt keinen Grund, warum es nicht so sein sollte, aber nehmen Sie sich die Zeit, Ihre Pläne genau zu durchdenken, um sicherzustellen, dass Sie ein sicheres und angenehmes Umfeld schaffen.